Story

Jeden Tag …

… geht Marei mit ihrem kleinen Hund in den Park. Sie laufen um die Wette. Sie spielen, tollen wild herum und haben großen Spaß. Marei liebt es, wenn die kleinen Ohren ihres Hündchens dabei lustig auf und ab hüpfen.

Eines Nachts träumt das Hündchen von einem zauberhaften, magischen Wald – vom Wald Kristallia..

In diesem Wald gibt es so viel Spannendes zu entdecken. Kleine und große Bäume in allen Formen. Ein plätschernder Bach mit glasklarem Wasser. Und so viele bunte Blumen – in erdbeerrot und himmelblau, himbeerpink und sonnengelb… und vielen, vielen anderen Farben. Sie duften so herrlich, dass dem kleinen Hund fast schwindelig wird. Nach Schokolade und Honig, nach Orangenkeks und Erdbeerkuchen.

„Schnüff, schnüff! Die Blümchen riechen sooo gut“, freut sich das Hündchen. Und es weiß gar nicht, wo es zuerst hinlaufen soll.

Plötzlich schwirrt ihm eine kleine Biene um die Schnauze. „Hallo? Haaallooo! Hallo Hündchen, ich bin Biba, die Biene. Kannst du mir helfen, das Hufeisen von meinem Freund, dem Zauber-Einhorn zu finden?

Du bist doch ein Hund – du musst eine ganz feine Nase haben“, brummt die Biene.

„Schau mal, ich habe dir eine Locke aus seiner Mähne mitgebracht. Hilft dir das, es zu finden?“

„Na klar doch“ antwortet das Hündchen – und schnuppert an der Locke. Die kleine Schnauze zuckt ganz schnell auf und ab. „Hmmm, das duftet nach rosa Zuckerwatte“, denkt es. Und schon läuft das Hündchen im  Zickzack suchend über das weiche Gras.

Plötzlich hat es eine Spur. Das Hündchen folgt ihr und trottet mit federnden Schritten geradewegs auf ein dickes Büschel Gras zu: „Schau! Hier ist es“, kläfft es Biba zu. „Oh, wie toll! Kleiner Hund, du bist ein Held!“ jubelt die Biene. „Lass es uns gleich zum Einhorn bringen.“

Das Hündchen nimmt das Hufeisen vorsichtig in sein kleines Maul und folgt der Biene, die lustig brummend vor ihm her fliegt.

Das Einhorn ist überglücklich und wiehert vor Freude: „Oh, ich danke Dir!“ jubelt es und gibt dem Hündchen einen Kuss auf die Schnauze. „Endlich kann ich wieder richtig laufen.“ „Du bist so ein liebes Tier!“ sagt das Einhorn. „Und weißt du was? Ich teile meine Zauberkräfte mit dir. Meine Aufgabe ist es, den Menschen zu helfen, ihre Träume zu leben. Aber das ist viel zu viel für mich alleine – ich brauche einen Helfer.

Mit meiner Zauberkraft wirst du ein treuer Begleiter und Glücksbringer für alle großen und kleinen Menschen sein. Du kannst sie beschützen und traurige Gedanken vertreiben. Und wer an deine liebevolle Kraft glaubt, wird sich immer stark fühlen.“ Aber wie soll ich das schaffen? Ich habe kein magisches Einhorn, so wie du“ sagt das Hündchen und lässt traurig die kleinen Ohren hängen.

Daraufhin färbt sich der Himmel ganz lila. Millionen glitzernde Sterne wirbeln wild durcheinander. Ein besonders heller, strahlender Stern fällt herab und landet direkt auf der Stirn des kleinen Hundes …

Am nächsten Morgen kitzeln die ersten Sonnenstrahlen das Hündchen an der Schnauze und wecken es auf. Es räkelt und streckt sich – und denkt: Irgendetwas ist heute anders. Das Hündchen fühlt sich irgendwie so
kribbelig und noch viel fröhlicher als sonst. Und es ist ganz schrecklich durstig.

Es trottet zu einem kleinen Teich, um etwas Wasser zu trinken. Dann sieht es erstaunt sein Spiegelbild: „Ooooh, ich bin ja ganz rosarot! Und ich habe ein Horn auf der Stirn!“ „Ja, du bist jetzt ein kleiner Einhund“
kichert Biba, die Biene, die gerade herbeigeflogen ist.

In diesem Moment kommt Marei ins Zimmer und das Hündchen wacht auf. Es springt ihr aufgeregt entgegen und Marei traut ihren Augen kaum. Ihr geliebter treuer Freund ist über Nacht rosarot geworden. Und – was ist denn das? Ist das wirklich ein kleines Horn auf seiner Stirn?!

Marei knuddelt das Hündchen, wuschelt ihm durchs Fell und drückt ihm ganz vorsichtig einen dicken Schmatz auf die Stirn. „Oooh, mein süßes Hündchen. Bist du über Nacht ein … ein Einhund geworden? Wie kann so ein verrücktes Wunder passieren?!“ fragt sie. Ungläubig schüttelt sie den Kopf, aber ihre Augen strahlen. „Ach, egal! Ob du rosarot, schokobraun oder zitronengelb bist: Ich hab dich so lieb! Und das Horn steht dir hervorragend. Weißt du was? Ab jetzt nenne ich dich Unidog“, sagt sie bestimmt. „Ach, wie bin ich gespannt auf all die Abenteuer, die wir gemeinsam erleben werden! Denn eines ist sicher: Mit dir an meiner Seite werde ich mich immer beschützt fühlen und glücklich sein.“

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